Instituto de Artivismo Hannah Arendt

Das Instituto de Artivismo Hannah Arendt (INSTAR, Havanna) gründete sich 2015 als Institution für gesellschaftspolitische Alphabetisierung aus einer Intervention der kubanischen Artivistin Tania Bruguera heraus, deren Teilnehmer*innen 100 Stunden lang das Buch Elemente und Ursprünge totalitärer Herrschaft von Hannah Arendt lasen und diskutierten.

„Art to the limit“. Workshop mit dem Theoretiker Brian Holmes und der Künstlerin Claire Pentecost

INSTAR, „Art to the limit“, Workshop mit dem Theoretiker Brian Holmes und der Künstlerin Claire Pentecost, Havanna, 2017, Foto: INSTAR

INSTAR wurde als demokratischer, horizontaler, konsensorientierter Raum konzipiert. „Wir fordern soziale Gerechtigkeit und Rechte, an denen es in Kuba bisher mangelt, wie faire Löhne, Vereinbarkeit von Mutterschaft und Beruf, Unterstützung von unabhängigen Projekten und Künstler*innen sowie Achtung der Meinungsfreiheit und wollen ein Projekt aufbauen mit Menschen, die anders denken, aber ein Land für alle schaffen wollen“, so INSTAR über ihr Selbstverständnis und ihre Praxis. INSTAR ist ein Safe Space, der andere Organisationen, Aktivist*innen und Künstler*innen schützt und verbindet und wie ein Organismus funktioniert, der atmet, fühlt, reagiert und erinnert.

Neben Workshops zur Stärkung der Fähigkeiten von Künstler*innen, Intellektuellen, Aktivist*innen und anderen bietet INSTAR Gründer*innen, Zusammenschlüssen und unabhängigen Projekten finanzielle Unterstützung durch Preise und Stipendien. Darüber hinaus will das Projekt die Geistes- und Kunstgeschichte sowie die Geschichte des unabhängigen Aktivismus rekonstruieren, indem es Quellen sichert, die der Öffentlichkeit unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden.

https://artivismo.org

 

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