29.3.2021

Arnold-Bode-Preis 2021 geht an INSTAR und Tania Bruguera

Das Instituto de Artivismo Hannah Arendt
INSTAR, Workshop "Poetry Art and Civic" mit dem Schriftsteller Rafael Almanza, 2018, Foto: INSTAR
Das Instituto de Artivismo Hannah Arendt
INSTAR, Workshop "Poetry Art and Civic" mit dem Schriftsteller Rafael Almanza, 2018, Foto: INSTAR

Auf Vorschlag des Kuratoriums hat der Magistrat der Stadt Kassel als Vorstand der Arnold-Bode-Stiftung beschlossen, den Arnold-Bode-Preis 2021 an das Instituto de Artivismo Hannah Arendt (INSTAR) und die Künstlerin Tania Bruguera zu verleihen. Mit dieser Empfehlung werden das Kollektiv und dessen Gründerin Tania Bruguera gleichermaßen geehrt.

Mit der 1968 geborenen Tania Bruguera wird eine Künstlerin ausgezeichnet, die als politisch engagierte Installations- und Performancekünstlerin weltweit bekannt ist. 2002 hinterließ Tania Brugueras Performance-Installation in der Binding-Brauerei zur Documenta11 einen bleibenden Eindruck. Ihre Arte Útil, ihre nützliche Kunst, soll aber nicht nur gesellschaftliche Missstände und politischen Machtmissbrauch unmittelbar erfahrbar machen, sondern auch Wege zu Veränderung aufzeigen. Nach dem Tod Fidel Castros 2016 engagierte sich Bruguera in Aktionen und Projekten, die Kuba aus dem Totalitarismus herausführen sollten. Die Hoffnung auf einen Kubanischen Frühling erfüllte sich nicht. Im Gegenteil: Tania Bruguera musste wiederholt ins Gefängnis und wurde und wird immer wieder unter Hausarrest gestellt. Doch Ihr Engagement ist ungebrochen. 2015 hat sie INSTAR mit einer Gruppe von Gleichgesinnten gegründet.

INSTAR ist Teil des lumbung-Netzwerks der documenta fifteen. Die mit dem Preis verbundene Anerkennung für ihre riskante Arbeit kann laut Kuratorium der Arnold-Bode-Stiftung als motivierender Impuls für die Künstler*innen nicht hoch genug eingeschätzt werden. Tania Bruguera zufolge ist er außerdem „a huge protection“ – ein riesiger Schutz.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis der Arnold-Bode-Stiftung wird seit 1980, zunächst jährlich, nach 1987 alle zwei Jahre, aber obligatorisch in einem documenta‐Jahr, an Künstler*innen in Anerkennung ihrer herausragenden Leistungen für die Kunst der Gegenwart verliehen, zuletzt 2019 an Hans Haacke.

Mehr Informationen: Website der Stadt Kassel

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