Fehras Publishing Practices

Fehras Publishing Practices (Sami Rustom, Omar Nicolas und Kenan Darwich) ist ein 2015 in Berlin gegründetes Künstlerkollektiv. Es erforscht Geschichte und Gegenwart des Verlagswesens und seine gesellschaftspolitischen und kulturellen Verflechtungen im östlichen Mittelmeerraum, in Nordafrika und der arabischen Diaspora. Es versteht verlegerisches Arbeiten als eine Möglichkeit, Wissen zu produzieren, Wissen anzuhäufen und Projekte unterschiedlichen Formats, darunter Installationen, Filme, Publikationen, Vorträge und Performances, zu initiieren.

Ein Zimmer möbliert im 60er Jahre Stil, mit grünen, plakatierten Wänden und einem großen Bücherregal. In der Mitte auf kleinen Tischen liegen weitere Stapel Bücher. Hinten auf der Wandkomode ein Radio, eine Schreibmaschine und ein Telefon.

Fehras Publishing Practices, Scenes of Borrowed Faces: Al-Sharq Bookstore, no. 1–5 (Detail), Fotoroman-Reihe, gerahmte Fotografien, Farbe, 50 x 70 cm, 2020, Courtesy Fehras Publishing Practices

Seine Recherchen führt das Kollektiv in öffentlichen Bibliotheken, auf Buchmärkten sowie in privaten und institutionellen Sammlungen durch. Fehras untersucht Verlage und durchforstet Universitätskataloge, Zeitungs-, Radio- und Fernseharchive. Persönliche Geschichten von Verleger*innen, Memoiren, Briefe und Fotografien gehen ebenfalls in die Untersuchungen ein.

In den letzten Jahren stellte das Kollektiv unter anderem aus in The Mosaic Rooms, London (2021), im Haus der Statistik, Berlin (2021), auf der Ural Industrial Biennial (2021), im Crac Occitanie, Sète (2020), in der MMAG Foundation, Amman (2020), im Neuen Berliner Kunstverein (2019), in der Sharjah Art Foundation (2018), im EMST, Athen (2018), bei District Berlin (2017), im Haus der Kulturen der Welt, Berlin (2017), im SAVVY Contemporary, Berlin (2017), auf der Sharjah Biennial (2017) und in der Kunsthal Aarhus (2016). Die drei Mitglieder des Kollektivs waren Artists-in-Residence der Delfina Foundation, London, der Ashkal Alwan, Beirut, und der Villa Romana, Florenz. Für 2020/21 erhielten sie ein Stipendium des Berliner Förderprogramms Künstlerische Forschung.

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