Saodat Ismailova

Saodat Ismailova ist eine Filmemacherin und Künstlerin, die in der postsowjetischen Ära großgeworden ist und sich ein Künstler*innenleben zwischen Paris und Taschkent aufgebaut hat, dabei aber ihrer Heimatregion als einer Quelle kreativer Inspiration tief verbunden bleibt.

Porträt von Saodat Ismailova

Saodat Ismailova, 2016, Foto: Carlos Casas, Courtesy Saodat Ismailova

Nach ihrem Abschluss am Staatlichen Kunstinstitut von Taschkent erhielt sie ein Arbeitsstipendium am Fabrica, dem Forschungs- und Kommunikationszentrum von Benetton in Italien. Dort führte sie Regie bei dem Film Aral: Fishing in an Invisible Sea, der auf dem Torino Film Festival 2004 als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde. 2005 erhielt sie ein DAAD-Stipendium in Berlin, wo sie ihren ersten preisgekrönten Spielfilm 40 Days of Silence entwickelte, der 2014 im Forum der Internationalen Filmfestspiele Berlin Premiere hatte. An der Biennale di Venezia 2013 nahm sie im Pavillon von Zentralasien mit ihrer Videoinstallation Zukhra teil. 2017 war Ismailova Artist in Residence am OCA – Office for Contemporary Art, Norwegen, wo sie ihren Kurzfilm The Haunted entwickelte, der im gleichen Jahr im Tromsø Kunstforening, Norwegen, präsentiert wurde.

2018 machte sie ihren Abschluss am französischen Kunstinstitut Le Fresnoy – Studio national des arts contemporains, wo sie Stains of Oxus und Two Horizons entwickelte. Im gleichen Jahr wurde ihre Multimedia-Performance Qyrq Qyz in der BAM – Brooklyn Academy of Music in New York und im Musée du quai Branly in Paris gezeigt.

2021 gründete sie die Forschungsgruppe Davra in Taschkent, die sich der Untersuchung, Dokumentation und Verbreitung zentralasiatischer Kultur und zentralasiatischen Wissens widmet. Im gleichen Jahr präsentierte sie die Einzelausstellungen What was my name? in der Aspan Gallery, Almaty, und kuratierte das Forschungsprogramm des CCA Lab im Center for Contemporary Art in Tashkent, wo im Vorjahr bereits ihre Einzelausstellung Q’org’on Chirog‘ gezeigt wurde.

Werke Saodat Ismailovas befinden sich in der Sammlung des Stedelijk Museum Amsterdam sowie in der Sammlung des Centre Pompidou in Paris.

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