Gudskul

Gudskul ist eine dem Wissensaustausch gewidmete Bildungsplattform, die 2018 von den drei in Jakarta ansässigen Kollektiven ruangrupa, Serrum und Grafis Huru Hara ins Leben gerufen wurde.

Gudskul in Jakarta, Indonesien. Das Foto zeigt von oben das Gebäude mit einem blauen Logo auf dem Gudskul steht. Davor eine Straße mit vorbeifahrenden Rollern. Das Gebäude liegt in einem bebautem Stadtteil aber mit viel grünen Bäuemn, Palmen.Weit im Hintergrund die Wolkenkratzer von Jakarta.

Gudskul, Außenansicht, Jakarta, 2020, Foto: Gudskul

Gudskul ist überzeugt, dass das Teilen und Zusammenarbeiten zwei wesentliche Elemente für die Weiterentwicklung der indonesischen Kunst und Kultur der Gegenwart sind. Ziel ist, die Eigeninitiative durch künstlerische und kulturelle Vorhaben in einer Gesellschaft, die ohnehin stark durch Kollektivismus geprägt ist, weiter anzuregen und zugleich Initiatoren zu fördern, die von den lokalen Bedürfnissen ausgehend auch Schlüsselrollen auf internationaler Ebene einnehmen. Gudskul bildet hierfür ein Ecosystem, in dem viele Beteiligte wie Künstler*innen, Kurator*innen, Kunstkritiker*innen, Manager*innen, Forscher*innen, Musiker*innen, Filmemacher*innen, Architekt*innen, Köch*innen, Designer*innen, Fashionistas und Straßenkünstler*innen zusammenarbeiten.

Als Akteur*innen widmen sie sich verschiedenen (künstlerischen) Praktiken und Medien wie Installation, Video, Sound, Performance, Medienkunst, Bürger*innenbeteiligung, Grafik, Design und Pädagogik. Diese Vielfältigkeit trägt zur Diversifizierung der Themen und Zusammensetzung in den Gemeinschaftsprojekten bei – die in sozialen, politischen, kulturellen, ökonomischen, ökologischen oder pädagogischen Kontexten stattfinden. Gudskul steht allen offen, die sich für kooperatives Lernen, die Entwicklung kollektivbasierter künstlerischer Praktiken und einer auf Zusammenarbeit basierenden Kunstproduktion interessieren.

Für die documenta fifteen wendet Gudskul sein kollektives Lernmodell an und ruft die Sekolah Temujalar (Temujalar-Schule) im Fridericianum ins Leben. Temujalar leitet sich von zwei indonesischen Wörtern ab – temu (treffen) und jalar (ausbreiten).

Die Schule bildet einen Versammlungsort und einen Ausgangspunkt für Verbindungen mit anderen. Unter Verwendung von nongkrong (Indonesisch für „gemeinsam abhängen“) als Lernmethode entwickelt die Schule die nongkrong Curricula. Geselligkeit und Freundschaft prägen die Organisation. Die nongkrong-Lehrpläne sehen drei Cluster mit Aktivitäten vor: Freundschaften schließen, von Freund*innen lernen und sich selbst organisieren. Alle Komponenten dienen dem Sammeln von Wissen. Temujalar stammt aus dem laufenden kollektiven Studienprogramm der Gudskul. Es fungiert als künstlerisches und nachhaltiges Modell, bei dem die Teilnehmer*innen die Möglichkeit bekommen, Teil eines Kollektivs zu sein, zusammenzuarbeiten, die eigenen Netzwerke zu erweitern, Wissen zu sammeln und Module zum Ressourcenmanagement zu entwickeln. Temujalar dauert 50 Tage, doch der Geist des Kollektiven wird die Teilnehmer*innen weiter begleiten.

Gudskuls Website

 

Eingeladene Akteur*innen

Arab Theatre Studio
Asia Art Archive
Ba Bau Air
Bishkek School of Contemporary Art
blaxTARLINES KUMASI
Ekstrak Kolektif
El Warcha
Essbare Stadt
Feinmechanik
Floating Project
Game Department Kunsthochschule Kassel

Grafis Huru Hara
Gud RnD
Hysteria
Infazio
Lifepatch
Load Na Dito
Nordland kunst- og filmhøgskole
Omni Space
Pangrok Sulap
PAYON
PSS Duren
Salikhain

Sandy Lo
Scutoid Coop
Serrum
Stäedelschule
Stuffo Labs
Sudut Kalisat
Tenthaus
TIGA (Tindakan Gerak Asuh)
Tokonoma
UnconditionalDesign
Yao Jui Chung
Yayasan Tonjo Foundation

Ausstellungsorte

Fridericianum

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