Britto Arts
Trust

Das Foto zeigt eine bunte Eingangshalle eines Kinos, die Glastür im Vordergrund. Die Wände sind bemalt mit verschiedenen Motiven aus der Kunst, Pop- und Filmszene, wie Marylin Monroe im goldenen Rahmen oder das letzte Abendmahl Motiv; hier mit grellen pinken, blauen, gelben Farben auf großer Wand.

Britto Arts Trust, Rongbaaz, Zeitgenössische Künstler*innen in Kollaboration mit Rikscha- und Kinobannermaler*innen, Britto Space, Dhaka, 2020, Foto: Mohosin Kabir Himalay

Britto Arts Trust ist ein 2002 gegründetes gemeinnütziges Künstler*innenkollektiv, das von Dhaka aus an verschiedenen Orten im Land arbeitet. Als Teil des Triangle Network, ein internationales Netzwerk von Künstler*innen und Organisationen, hat das Kollektiv eine globale Reichweite.

Britto widmet sich in seiner künstlerischen Praxis dem sozio-politischen Umbruch in Bangladesch. Auf der Suche nach verlorener Geschichte, Kulturen und Gemeinschaften erforscht und sammelt das Kollektiv gemeinsam mit verschiedenen Partner*innen vielfältige Quellen.

Britto unterstützt zahlreiche interdisziplinäre Praktiker*innen, Gruppen und Netzwerke. Das Kollektiv bietet professionellen Kunstschaffenden ein lokales und internationales Forum für Treffen, Diskussionen, Experimente und die selbstbestimmte Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten. Als Antwort auf den Mangel an adäquaten Bildungseinrichtungen in Bangladesch wirkt Britto als alternative Bildungsplattform, die Künstler*innen ein experimentelleres Arbeiten ermöglicht.

Auf der documenta fifteen schafft Britto eine lebendige, weit verzweigte Landschaft, die sich mit Ernährungspolitik, Vertreibung und Kultur beschäftigt.

Die erste Arbeit ist ein organischer Palan – ein bengalischer Gemüsegarten – der den Pak Ghor, die Wohnküche der Familie, speist. In Kassel serviert Britto Pak-Ghor-Gerichte und versammelt Menschen mit Migrationshintergrund, um Mahlzeiten zuzubereiten, Geschichten auszutauschen und Veranstaltungen zu organisieren. Präsentiert werden 100 Esskulturen von 100 Nationen an 100 Tagen. In der großformatigen Installation rasad (2022) hat Britto einen kleinstädtischen Basar mit Lebensmitteln aus Häkel-, Keramik-, Metall- oder Stickereierzeugnissen nachgebildet, die 2021 in Workshops in Dhaka in Gemeinschaftsarbeit hergestellt wurden.

Ein Team von Künstler*innen hat ein Jahr damit verbracht, alte bengalische Filme nach Szenen zu den Themen Nahrung, Hunger und Krieg zu durchforsten. Diese Szenen werden in dem großen Wandbild Chayachhobi (2022) dargestellt. Für die Arbeit Re-Visit (2021–2022) besuchte Britto Gemeinden in abgelegenen Gegenden Bangladeschs, mit denen das Kollektiv in der Vergangenheit schon einmal zusammengearbeitet hatte. Die Wiederbegegnungen wurden für die Ausstellung in Kassel dokumentiert. Dabei untersucht Britto die geopolitischen Probleme, mit denen ländliche und grenznahe Orte in Bangladesch konfrontiert sind.

Bereits seit einigen Jahren konzentriert sich Britto auf langfristige, groß angelegte Projekte unter Einbeziehung von Communities und Teilnehmer*innen aus verschiedensten gesellschaftlichen Gruppen. So befasst sich beispielsweise das im März 2020 – während der Pandemie – gemeinsam mit einer Reihe von Künstler*innen und Kollektiven initiierte Projekt ZERO WASTE-FoodArt mit sozialer Verantwortung an verschiedenen Orten in Bangladesch und darüber hinaus. Ausgehend von der Beschäftigung mit Verwurzelung, Geschichte und Communities reicht Brittos Praxis bis hin zu internationalen Veranstaltungen wie der Organisation des ersten bangladescher Pavillons bei der 54. Biennale di Venezia (2011).

Eingeladene Akteur*innen

Khabia Areg
Md. Aminul Islam
Md. Khairul Alam
Md. Abu Sayed Ali
Md. Esahak Ali
Md. Kased Ali
Md. Abba Ali
Md. Saheb Ali
Rakibul Anwar
Milton Anwar
Geeta Rani Barman
Tuton Chandra Barman
Ashik Chandra Barman
Biplob Chandra Barman
Anjali Rani Barman
Rupe Chandra Barman
Suhel Chandra Barman
Sonji Rani Barman
Parpoti Rani Barman
Monju Rani Barman
Hiru Chandra Barman
Muchu Chnadra Barman
Dipaly Rani Barman
Boidya Chandra Barman
Bogi Rani Barman
Prakash Chandra Barman
Shila Rani Barman
Shimul Chandra Barman
Gautam Chandra Barman
Tara Rani Barman
Babita Rani Barman
Mani Chandra Barman
Shuren Chandra Barman
Pushpa Rani Barman
Munna Chandra Barman
Tayeba Begum Lipi
Alok Raj Bongshi
Bithul Chicham
Ostina Chiran
Tapan C. Das
Biswajit Das
Bipin Das
Tishanker Das
Ashim Das
Bishwarup Das
Shakil Das
Sobuj Das
Sajib Das

Prasenjit Das
Adhir Das
Jiban Chandra Das
Gopal Chandra Das
Pritan Chandra Das
Mani Shanker Das
Jubaraj Das
Pankaj Das
Jhulon Das
Shattarup Das
Sudhir Chandra Das
Shimul Datta
Shrimoti Devi
Lakshmi Devi
Provat Dlopo
Md. Lal Maud Fakir
Anisuzzaman  Faroque
Farhana  Ferdausi
Tarun Ghosh
Subol Hajong
Ajit Hajong
Sindhubala Hajong
Arti Hajong
Sopna Hajong
Dron Hajong
Selim Hajong
Bithi Hajong
Subitra Hajong
Bhim Hajong
Binjuli Hajong
Bondona Hajong
Shanta Hajong
Shikha Hajong
Jhuma Hajong
Jontu Hajong
Chahela Hajong
Binoy Hajong
Dipaly Hajong
Biswajit Hajong
Jitu Hajong
Ashim Halder
Saidul Haque Juise
Mehedi Hasan
Emdadul Hoque Topu
Imran Hossain
Syed Fida Hossain
Safiha Hossain

Maynul Islam Paul
Sarah Jabin
Yasmin Jahan
Md. Jaidul
Bipul Jangcham
Jinnatun Jannat
Khushi Kabir
Mohosin Kabir
RA Kajol
Kazi Sydul Karim
Azizee Fawmi Khan
Raj Kishore
Basu Malakar
Farah Naz Moon
Md. Mostafa
Bijonti Mree
Ringchi Mree
Khamree Mree
Md. Musharaf Musa
Lutfun Nahar
Nijhum Zannatun Nahar
Ema Nokrek
Hanif Pappu
Trishna Paul
Abdur Rab
Mahbubur Rahman
Shree Ram
Mojes Rema
Bickrom Rema
Moumita Rema
Jewel A Rob
Animes Roy
Nayan Roy
Pijush Roy
Jeny Ruram
Monjur Sagor
Shimul Saha
Shyamal Sarker
Reetu Sattar
Shahriar Shaon
Arpita Singha Lopa
Emran Sohel
Mohammad Sultan
Fareha Zeba

Ausstellungsorte

documenta Halle

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