Graziela Kunsch

Graziela Kunsch ist Künstlerin, Pädagogin und Mutter. In ihren Langzeitprojekten überarbeitet sie ihre Ideen nicht selbst, sondern lädt dazu Personen von außerhalb des Kunstbetriebs ein. Sie macht Vorschläge, die es anderen erlauben, nicht nur als Teilnehmende, sondern als Mitwirkende und aufzutreten, sodass der ursprüngliche Vorschlag verändert wird und eine Vielzahl von Sichtweisen und Praktiken einschließt.

Chaotisch aufeinander gestapelte Schultische und Stühle am Ende eines blauen Flures.

Graziela Kunsch, Escolas [Schulen], Videostill, Acervo Videobrasil 2016, Courtesy Graziela Kunsch und Acervo Videobrasil

Kunsch war unter anderem auf der Oslo-Biennale 2021 vertreten, wo sie die sechste Ausgabe des Magazins Urbânia präsentierte, eine Ausgabe zur Idee einer gemeinsamen Öffentlichkeit („public as mutual“). 2010 und 2014 stellte sie auf der 29. und 31. Biennale von São Paulo aus. 2018 war sie Artist-in-Residence im Zentrum für zeitgenössische Kunst im Schloss Ujazdowski in Warschau und 2010/11 Artist-in-Residence des Projekts The Grand Domestic Revolution bei Casco Art Institute: Working for the Commons in Utrecht. Von 2001 bis 2003 öffnete sie ihr Haus für Gastkünstler*innen, Ausstellungen, Workshops, ein Restaurant und eine Bibliothek. Sie war außerdem Mitglied des Movimento Passe Livre für kostenlosen öffentlichen Nahverkehr, des Design-Projekts USINA und Mitbegründerin der Public Clinic of Psychoanalysis. Sie lehrte zudem an der Universidade Federal de São Paulo und der Universidade do Estado do Rio de Janeiro. Sie hat außerdem an einer Theaterschule unterrichtet und in kollektiven künstlerischen Projekten mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gearbeitet. Zurzeit lernt sie mit Müttern und Babys, inspiriert vom pädagogischen Ansatz Emmi Piklers.

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