Baan Noorg Collaborative Arts and Culture

Baan Noorg Collaborative Arts and Culture (Baan Noorg บ้านนอก bedeutet Land, ländliche Gegend oder landeinwärts) ist eine Non-Profit-Künstler*inneninitiative, die Strategien für die Entwicklung von Gemeinschaften entwirft und künstlerische Praxen unterstützt. Die 2011 von jiandyin (Jiradej Meemalai und Pornpilai Meemalai) gemeinsam mit Lo Shih Tung, Hsu Chia Wei und Sakarin Krue-O gegründete Gruppe hat ihren Sitz in Nong Pho in der thailändischen Provinz Ratchaburi. 

Eine Collage aus drei Bildern, auf denen verschiedene Menschen mit Musikinstrumenten, T-Shirts und beim Siebdrucken zu sehen sind.

Baan Norg Collaborative Arts and Culture, Pop Up Museum (Model Study for Nongpho Community), Artists-in-Residence, Künstlerische Forschung und Ausstellungsprojekt zeitgenössischer Kunst, OFF LAB#2/2014, Nong Pho, 2014, Foto: Baan Norg Collaborative Arts and Culture

Sie sucht nach Möglichkeiten zu Austausch, Integration und Ko-Existenz innerhalb von Gemeinschaften – lokal und global – und versucht, diese nachhaltig zu gestalten, gemäß ihrem Credo „Baan Noorg ist Zukunft ist jetzt“. Zu den wichtigsten Programmen der Initiative zählen day OFF LABoratory (OFF LAB), NongpoKiDdee (NPKD) und NPKD Social Enterprise.

Das langfristig angelegte, interdisziplinäre Kunstprogramm OFF LAB beschäftigt sich mit Gemeinschaften als Fallstudien. Ausgehend von partizipativen und Post-Studio-Praxen analysiert, diskutiert und debattiert es soziale Verhältnisse sowohl theoretisch als auch praktisch, indem es gemeinsam mit Mitgliedern lokaler Communities wie Milchbäuer*innen, Mönchen oder Schuldirektor*innen sozialkritische Kunst erforscht und entwickelt. Sein Ecosystem besteht aus multidisziplinären Künstler*innen, Forscher*innen und Spezialist*innen. Es beinhaltet Austauschprogramme mit einem Netzwerk aus Kollektiven und Institutionen.

NPKD versucht, ein Bewusstsein für kulturelle Identität, Umwelt und dem in Gemeinschaften vorhandenen Wissen zu schaffen. Dabei ermutigt das Programm lokale Communities zu handeln und ihr eigenes politisch-kulturelles Kapital mitzuerschaffen. Zu diesem Zweck stößt es Kollaborationen zwischen Kindern, Mitgliedern von Gemeinschaften und deren Nachbarschaft mit eingeladenen multidisziplinären Gastkünstler*innen und -forscher*innen an. 

Bei NPKD Social Enterprise, einem Zweig von NPKD, handelt es sich um ein lokales Geschäftsmodell, das Betriebswirtschaftslehre mit interdisziplinären Methodologien und Wissen vereint. Sein Ziel ist es, durch die Herstellung von Produkten aus lokalen Rohstoffen wie Milch oder Dünger intellektuelle und finanzielle Nachhaltigkeit zu stärken.

Jetzt teilen

Twitter Facebook Mail

Newsletter