Sa Sa Art Projects

Sa Sa Art Projects ist eine Künstler*innen-Initiative für experimentelle und kritische zeitgenössische Kunstpraktiken. Sie wurde 2010 von dem Künstler*innen-Kollektiv Stiev Selapak in einem als White Building bekannten Wohnkomplex in Phnom Penh gegründet. 2017 musste das lebendige und geschichtsträchtige Gebäude einem Neubau weichen.

Eine Gruppe Besucher*innen stehen im Ausstellungsraum und schauen auf einen Mann der in der Mitte steht. Dieser hat eine rote lange Weste und schwarze geschnürte High-Heels-Sandalen an und streckt die Arme in die Höhe aus. Im Vordergrund stehen zwei runde Skulputren auf zwei Sockeln. Einige der Zuschauer*innen machen Fotos oder Videos mit ihren Handys.

Eröffnungsperformance von Breath: Graduate Exhibition of Contemporary Art Class, Sa Sa Art Projects, Phnom Penh, 2020, Courtesy Sa Sa Art Projects

An ihrem neuen Standort legt Sa Sa Art Projects einen stärkeren Fokus auf die Zusammenarbeit mit jungen kambodschanischen Künstler*innen. Gleichzeitig vertiefen sie den Dialog mit anderen asiatischen Künstler*innen durch Bildungsprogramme, Ausstellungen, das eigene Residenzprogramm Pisaot sowie andere kollaborative Projekte.

Mit ihren Aktivitäten füllt die Initiative eine Leerstelle in Kambodscha, wo es an Infrastruktur für die Kunstausbildung und -förderung mangelt. Da Sa Sa Art Projects nicht an eine starre Organisationsstruktur gebunden ist, kann die Initiative organisch wachsen und sich den Umständen und Bedürfnissen der Communities, mit denen sie arbeitet, anpassen.

Sa Sa Art Projects künstlerischer Beitrag zur documenta fifteen trägt den Titel Dar Lean (2022). So wird in Kambodscha ein Ritual genannt, das nach der Reisernte stattfindet. Während des Dar Lan kommen die Bäuerinnen und Bauern zusammen und teilen Essen, tauschen Ideen aus, ruhen sich aus und denken miteinander nach, während sie Gewässer und Erde feiern und ihnen ihren Respekt erweisen. Das Kollektiv möchte den die Solidarität stärkenden Geist des Dar Lan in Phnom Penh und in Kassel lebendig halten. Das Projekt ist ein Versuch, ein Kunst-Ekosistem zwischen Kambodscha und der Welt auf den Weg zu bringen. Mit den Mitteln der documenta fifteen wurde in Phnom Penh eine Gemeinschaftswerkstatt eröffnet, mit der praktisch auf den Mangel an zugänglichen Arbeitsräumen für die Künstler*innen vor Ort reagiert wird. Außerdem gestaltet Sa Sa Art Projects am Ausstellungsort Sandershaus / Haferkakaofabrik im Rahmen des lumbung-Programms eine Reihe von Veranstaltungen und Programmen.

Eingeladene Akteur*innen

Ang Choulean
Chanveasna Chum
Mit Jai Inn
Samnang Khvay
Aung Ko
Dara Kong
Siden Kong
Lyna Kourn
Nge Lay
Sokchanlina Lim
Vuth Lyno
Ngoc Nau
Carsten Nicolai

Sopheap Pich
Samnang Sam
Khvay Samnang
Pinaree Sanpitak
Leang Seckon
Jakkai Siributr
Thida Sok
Lim Sokchanlina
Sutthirat Supaparinya
Zen The
Ashley Thompson
Lyno Vuth
Sophia Young

Ausstellungsorte

Hübner-Areal

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