El Warcha

El Warcha – arabisch für „die Werkstatt“ – öffnete seine Türen 2016 in der Altstadt von Tunis, der Medina. Der Raum möchte durch die Produktion von Kunstinstallationen und Stadtmöbeln kollektives Handeln und Lernen anstoßen.

Foto zeigt Bewohner*innen und Kinder in einem Innenhof im Kreis sitzend

El Warcha, Hofprojekt, Hafsia, 2019, Foto: : Inês F. Marques, Courtesy El Warcha

Anfänglich konzentrierte sich El Warcha darauf, gemeinsam mit Anwohner*innen aller Altersgruppen praktische Gegenstände wie Blumenkästen, Spielplätze, Mülleimer und Straßenlaternen zu entwerfen. Im Lauf der Zeit entwickelte das Kollektiv auch partizipative pädagogische Konzepte, die es erlauben, gemeinsam zu wachsen und ein Lebensumfeld neu zu denken. So wurde El Warcha zu einem Ort für kollektive Diskussion und Produktion. Indem El Warcha Experimentierfreude als Form von Reflexion und Wissensaustausch befürwortet, bringt es Menschen auf Augenhöhe zusammen. Dies geschieht beispielsweise durch die Entwicklung intuitiver Konstruktionstechniken, die keine Vorkenntnisse voraussetzen und es allen ermöglichen, mit überall erhältlichen Materialien Ideen auszuprobieren, Prototypen zu konzipieren, dabei auch zu scheitern und immer wieder neu anzufangen.

Als einige Personen des Teams 2018 Tunesien verließen, begann El Warcha zu expandieren. Die erste Werkstatt außerhalb Tunesiens entstand in London, weitere in Lissabon, Davis und der tunesischen Wüstenstadt Nefta. Durch diese Internationalisierung wuchs El Warcha auf organische Weise und bildete eine engagierte Community, die trotz räumlicher Distanz und unterschiedlicher Hintergründe eine gemeinsame Vision teilt. Die Notwendigkeit zu grenz- und erfahrungsübergreifendem Handeln lässt dabei regelmäßig Synergien zwischen verschiedenen lokalen Gegebenheiten entstehen.

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