The Black Archives

The Black Archives ist ein historisches Archiv mit einer einzigartigen Sammlung von Büchern, Dokumenten und Artefakten – allesamt das Erbe Schwarzer niederländischer Schriftsteller*innen, Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen. Es dokumentiert die Geschichte Schwarzer Emanzipationsbewegungen und Individuen in den Niederlanden.

Ein Ausschnitt eines Raumes aus The Black Archives. In der Mitte steht ein kleiner Tisch und an den Wänden stehen Regale befüllt mit Büchern.

The Black Archives, Sammlung von über 10.000 Büchern und Dokumenten zu den Themen Kolonialismus, Sklaverei, Befreiung und Emanzipation, Amsterdam, 2020, Foto: The Black Archives

Aktuell umfasst das Archiv über 10.000 Bücher, Dokumente, Fotografien, audiovisuelle Zeugnisse und Artefakte zur Geschichte von Menschen surinamischer oder afrikanischer Abstammung in den Niederlanden.

Das Archiv möchte zu Gesprächen, Aktivitäten und literarischer Produktion aus Schwarzen oder anderen marginalisierten Perspektiven anregen. Die bisherige Sammlung soll nur eine Basis bilden, die durch Spenden und Kollaborationen weiter wachsen kann. Auf diese Weise werden Schwarze Literatur und Schwarzes Wissen für Studium und Forschung zugänglich gemacht. Ausgehend von dieser Sammlung organisieren Mitglieder des Kollektivs und ihr größeres Umfeld Ausstellungen, Veranstaltungen und Bildungsprogramme, um verborgene und vergessene Geschichte wieder sichtbar zu machen.

Für die documenta fifteen thematisieren die Black Archives Widerstand sowohl als Gegenstand des Sammelns als auch als Praxis. Sie präsentieren hier in Teilen ihre Büchersammlung sowie die Ausstellungen Facing Blackness (2022) und Black and Revolutionary: Die Geschichte von Hermine und Otto Huiswoud (2018). Letztere enthüllt die Geschichte des mutigen Kampfes der Huiswouds gegen Kolonialismus, Rassismus und ökonomische Ungleichheit. Die Installation dient als Grundlage für Gespräche und für Sensibilisierung in Fragen der Dekolonisierung, Intersektionalität und des Antirassismus. Das Material kann kopiert werden, und es werden Spenden angenommen. Die Black Archives arbeiten am Aufbau einer Gemeinschaft von Aktivist*innen, die gemeinsam mit ihnen ein kollektives Gedächtnis wiederherstellen und für Menschenrechte kämpfen.

Eingeladene Akteur*innen

Brian Elstak
Dion Rosina
Iris Kensmil
Jaasir Linger
Jessica de Abreu
Mitchell Esajas
Raul Balai
Rossel Chaslie
Serana Angelista

Ausstellungsorte

Fridericianum

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