9.2.2022

lumbung Nuquí bringt die Projekte von lumbung member Más Arte Más Acción zum ersten Mal zusammen

lumbung Nuquí war ein von lumbung member Más Arte Más Acción (MAMA) organisierter Workshop vom 29. November bis 4. Dezember 2021 in Nuquí-Chocó. Die Zusammenkunft in Kolumbien bot den Projekten, die Teil von MAMA sind, zum ersten Mal die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen.

Zusammen kamen kulturelle und künstlerische Organisationen und Gruppen aus dem biogeografischen Chocó (Quibdó, Bahía Solano, Buenaventura und Nuquí), Manager*innen und Künstler*innen der Musik- und Kunstszene von Bogotá und Cali, Vertreter *innen der Organization of Indigenous Peoples of the Colombian Amazon (OPIAC) und Mitglieder von Kollektiven aus Indonesien und Mexiko, die Teil des Arts Collaboratory Network sind sowie Mitglieder von ruangrupa.

Más Arte Más Acción, lumbung Nuquí, Treffen des lumbung-inter-lokal-Netzwerks der documenta fifteen und des Ekosistem von Más Arte Más Acción, 29.11.–4.12.2021, Nuquí, Chocó, Kolumbien, Foto: Paula Orozco

Bei lumbung Nuquí ging es um die Aktivitäten von MAMA, die in den letzten Jahren mit verschiedenen Organisationen und Gruppen entstanden sind. Unter den Titeln Postcards from the Future, Possible dialogues, Atrato Collaborations, Unpostponable und Chocó as a School (Arbeitstitel) sollen diese Projekte während der documenta fifteen in Kassel präsent sein.

Postcards from the Future generiert einen Austausch zwischen Kollektiven aus Buenaventura und Nuquí, die mit Hilfe von Dokumentarfilmen über den Begriff „Fortschritt“, Megahäfen und die Zukunft dieser Gebiete nachdenken. Während des lumbung Nuquí initiierten Mareia und Cráter Invertido Schreib- und Zeichenübungen, die imaginative Praktiken in Bezug auf das Nachdenken über diese Territorien förderten. Im Rahmen des MAMA-Projekts Possible dialogues kommen führende Persönlichkeiten aus dem Sozial- und Umweltbereich, Aktivist*innen, Künstler*innen und Akademiker*innen zusammen, die gemeinsame Anliegen in den Bereichen Klimawandel und Klimagerechtigkeit haben. Geleitet von der Frage, was der Atrato-Fluss als Gegenstand biokultureller Rechte bedeutet, bringt das Projekt Atrato Collaborations Mitglieder von MAMA mit Kulturorganisationen aus Quibdó und Künstler*innen aus der Schweiz und Deutschland zusammen, um über extraktivistische und neokoloniale Beziehungen zu diskutieren. Der Teilnehmer Motete aktivierte während lumbung Nuquí eine Lesung von Kindertexten über den Atrato-Fluss. Unpostponable wiederum ist eine Reihe von künstlerischen Residenzen, die die Lebens- und Seinsweisen des biodiversen Gebiets des Golfs von Tribugá in den Mittelpunkt stellt. Eine Publikation mit dem Titel Chocó as a School (Arbeitstitel) soll die Ideen des künstlerischen Programms von MAMA versammeln.

Die Initiative wird ermöglicht dank der Unterstützung durch das Goethe-Institut, Pro Helvetia Südamerika, der Prince Clause Foundation, dem DAAD und des Arts Collaboratory Network. Ein besonderer Dank geht an das Bürgermeisteramt von Nuquí und den Consejo Comunal Comunitario Los Riscales.

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