lumbung calling: Humor

Ort: Online via Youtube & Facebook

Sie haben nur notwendige Cookies angenommen. Um diesen Inhalt sehen zu können, akzeptieren Sie bitte alle Cookies.

Cookies akzeptieren

Mit der siebenteiligen Gesprächsreihe lumbung calling startet das Begleitprogramm der documenta fifteen, genannt Meydan. Jede Ausgabe der Reihe widmet sich einem der lumbung-Werte: Lokale Verankerung, Humor, Großzügigkeit, Unabhängigkeit, Transparenz, Genügsamkeit und Regeneration. Das Format blickt auf den Hintergrund des künstlerischen Ansatzes der documenta fifteen und beleuchtet das Thema lumbung aus verschiedenen Perspektiven. In Gesprächen mit einer Vielzahl unterschiedlicher Gäste geht lumbung calling den zahlreichen Bedeutungen von lumbung über verschiedenartige Disziplinen, Standpunkte und Kontexte hinweg in einem künstlerischen Rahmen nach.

lumbung calling findet jeden ersten Samstag im Monat statt. Von April bis Oktober führen die Künstlerin Jumana Emil Abboud und Mirwan Andan, Mitglied von ruangrupa, durch die siebenteilige Gesprächsreihe und begrüßen unterschiedliche Gäste.

Die zweite Ausgabe von lumbung calling widmet sich dem lumbung-Wert Humor. Oft als selbstverständlich hingenommen und in seiner Bedeutung unterschätzt, ist Humor im Kern strategisch. Humor kann sogar zur Methode werden: ein lebenswichtiger Rettungsanker, sei es zur Selbstverteidigung oder als Waffe. Humor bringt uns nicht nur zum Lachen, er baut Spannungen ab und macht das Leben etwas leichter. Er erlaubt uns, zu vergessen, wenn auch nur kurz, sodass wir weitermachen, ja weiterleben können. Er gibt uns Hoffnung in der Hoffnungslosigkeit. Vielleicht ist es gerade Humor, der uns von Automaten und Maschinen unterscheidet.

Humor hilft uns, Verbindungen herzustellen und unsere selbstbezogene Existenz zugunsten kollektiver, geteilter und wechselseitiger Dynamiken aufzugeben. In dieser Ausgabe von lumbung calling sprechen die Kuratorin Gridthiya Gaweewong und der Architekt und Lehrer Sourabh Phadke darüber, welchen Stellenwert Humor in ihrem gesellschaftlichen Leben hat und wie sie ihn in ihre künstlerische Praxis einbinden. Indem wir ihren Ausführungen folgen, werden wir sicher ein oder zwei Lacher miteinander teilen.

Gäste

Gridthiya Gaweewong ist eine der Initiator*innen des 1996 in Bangkok gegründeten unabhängigen Off-Space Project 304. Sie lebt und arbeitet in Chiang Mai und Bangkok und ist Künstlerische Direktorin des Jim Thompson Art Centers, Bangkok. Gaweewong ko-kuratierte Politics of Fun (mit Ong Keng Sen), eine Ausstellung mit Beiträgen von Künstler*innen aus Südostasien im Haus der Kulturen der Welt, Berlin (2005), und war Mitglied des kuratorischen Teams für Imagined Borders der 12. Gwangju Biennale (2018). Derzeit bereitet sie die Ausstellung Errata, Collecting Entanglements and Embodied Histories vor, einer vom Goethe-Institut Jakarta initiierten Kooperation zwischen dem MAIIAM Contemporary Art Museum, Chiang Mai, der Indonesischen Nationalgalerie, Jakarta, und dem Hamburger Bahnhof, Berlin (2021–22).

Sourabh Phadke ist ein Maurer, Architekt und Lehrer für Naturwissenschaft und Sozialkunde aus Indien. Neben seiner Lehrtätigkeit entwirft und baut er Gebäude aus Lehm und anderen traditionellen Materialien. Er arbeitet mit Communities zu Bauweisen, nachhaltigen Abwassersystemen, Technologie und Design. Darüber hinaus veröffentlicht Phadke illustrierte Broschüren, wie z. B. Make your own: Encaustic Tiles oder How to Make Chappals. Multivitamin Supplement for Soleful Peeps, in denen er humorvoll Alltagssituationen adressiert.

Hosts

Jumana Emil Abbouds kreatives Interesse gilt der Oral History sowie persönlichen und kollektiven Geschichten und Mythologien, insbesondere Volkserzählungen und Orte ihrer An- und Abwesenheit. In ihrer künstlerischen Praxis nutzt sie Storytelling, performative Elemente und Workshop-Methodologien, um das Verhältnis von Zeit und Ort, dem Menschlichen und Nichtmenschlichen zu untersuchen. Durch ihre Beschäftigung mit Erinnerung, Bindung und Enteignung begegnet Abboud dem Ringen um Kontinuität in politischen, ökologischen und kulturellen Kämpfen. Ihre Arbeiten waren unter anderem bei The Jerusalem Show (2018), im BALTIC Centre for Contemporary Art, Gateshead (2016) sowie auf der Sharjah Biennale (2017), der Istanbul Biennale (2015) und der Venedig Biennale (2009) zu sehen. Sie war Resident bei Sakiya – Art/Science/Agriculture, Ramallah, der Delfina Foundation, London, der Arts Initiative Tokyo und im Gästeatelier Krone, Aarau. Derzeit promoviert Jumana Emil Abboud an der Slade School of Fine Art des University College London.

Mirwan Andan, Mitglied von ruangrupa, der Künstlerischen Leitung der documenta fifteen

Livestream

Über Facebook und YouTube

Sprache

In englischer Sprache, übersetzt in Gebärdensprache (International Sign)

Anmeldung

Keine Anmeldung erforderlich

Alle lumbung calling Termine

Lokale Verankerung, 3. April 2021
Humor, Samstag, 1. Mai 2021
Unabhängigkeit, Samstag, 5. Juni 2021
Großzügigkeit, Samstag, 3. Juli 2021
Transparenz, Samstag, 7. August 2021
Genügsamkeit, Samstag, 4. September 2021
Regeneration, Samstag, 2. Oktober 2021

Infos

Ort: Online via Youtube & Facebook

Kategorien

Meydan Talks

Jetzt teilen

Twitter Facebook Mail

Weitere Veranstaltungen

Alle Veranstaltungen

Newsletter