Lumbung

Lumbung ist ein Wort aus der indonesischen Sprache.
Es bedeutet: Reis-Scheune.

Lumbung kann aber auch noch andere Sachen bedeuten.

Zum Beispiel:

  • Freundschaft,
  • gut zusammen-arbeiten,
  • Sachen mit-einander teilen
  • und sich gut um alle Menschen
    in einer Gruppe kümmern.

Deshalb ist Lumbung eine wichtige Idee
für die documenta 15.
Wenn Sie weiter-lesen:
Dann können Sie
mehr darüber heraus-finden.

In diesem Text ist das Wort Lumbung
immer mit einem großen L geschrieben.
In anderen Texten ist es aber
vielleicht klein geschrieben.
Das sieht dann so aus: lumbung.

Das bedeutet Lumbung in Indonesien

In vielen Dörfern im Land Indonesien gibt es Reis-Scheunen.
Das sind Häuser aus Holz.
Dort bringen die Bauern und Bäuerinnen vom Dorf ihren Reis hin:
Wenn sie selbst nicht so viel Reis brauchen.

Der Reis in der Reis-Scheune ist dann für alle Menschen im Dorf.
Das bedeutet:
Die Menschen im Dorf helfen sich gegen-seitig.

Wenn ein Mensch zum Beispiel nicht genug Reis zum Essen hat:
Dann kann er sich Reis aus der Reis-Scheune nehmen.
Dabei muss er sich an bestimmte Regeln halten.

Das bedeutet Lumbung für die documenta 15

Die Gruppe ruangrupa sagt:
Die Idee für die documenta 15
soll wie bei einer Reis-Scheune sein.

Das bedeutet:
Verschiedene Künstler und Künstlerinnen
sollen zusammen arbeiten.
Sie helfen sich gegen-seitig mit vielen verschiedenen Sachen.

Zum Beispiel:

  • Sie geben Ideen weiter.
  • Sie arbeiten zusammen an Kunst-Werken.
  • Oder sie geben Geld:
    Damit andere Künstler und Künstlerinnen
    besondere Kunst-Werke machen können.

Wenn die Künstler und Künstlerinnen so zusammen-arbeiten:
Dann können sie viel mehr schaffen.

Künstler und Künstlerinnen sind Menschen.

Sie machen Kunst-Werke.
Das bedeutet zum Beispiel:

  • Sie malen Bilder.
  • Sie bauen Figuren.
  • Sie machen Filme.
  • Sie arbeiten mit anderen Menschen zusammen.
  • Oder sie machen verschiedene Sachen:
    Damit das Leben von vielen Menschen besser wird.

Kunst-Werke sind zum Beispiel:

  • Gemalte Bilder,
  • Fotos,
  • Filme,
  • Figuren
  • oder besondere Veranstaltungen.
    Dort können verschiedene Menschen
    zum Beispiel mit-einander sprechen.

Die Regeln von Lumbung

Zu Lumbung gehören auch Regeln dazu.
Einige Regeln sind zum Beispiel:

  • Bei der documenta 15 muss es Orte geben:
    Wo die Künstler und Künstlerinnen
    sich treffen können.
    Dort können sie zusammen über ihre Ideen sprechen.
    Und sie können zusammen Veranstaltungen machen.
  • Es soll nicht nur 1 Mensch
    bei der documenta 15 bestimmen.
    Sondern die Künstler und Künstlerinnen
    bestimmen wichtige Sachen zusammen.
  • Bei der documenta 15 sollen sich
    viele verschiedene Menschen treffen.
    Und sie sollen mit-einander
    über ihre Gedanken und Ideen sprechen.

Das Lumbung-Netzwerk

Bei der documenta 15 machen viele verschiedene Menschen mit.
Zusammen sind sie das Lumbung-Netzwerk.
Dazu gehören:

  • Menschen aus der Stadt Kassel
  • und 14 Gruppen von Künstlern und Künstlerinnen
    aus der ganzen Welt.
    Das schwere Wort für diese Gruppen ist:
    Lumbung member.

Netzwerk bedeutet:
Viele verschiedene Menschen und Gruppen arbeiten zusammen.

Das sind die 14 Lumbung member

Britto Arts Trust

Das wird so aus-gesprochen: Britto Arts Trast.
Das ist eine Gruppe aus dem Land Bangladesch.
Sie macht seit dem Jahr 2002
Kunst-Werke auf der ganzen Welt.
Diese Kunst-Werke sind manchmal:

  • Sehr bunt
  • oder aus vielen verschiedenen Sachen
    zusammen-gebaut.
Das Foto zeigt eine bunte Eingangshalle eines Kinos, die Glastür im Vordergrund. Die Wände sind bemalt mit verschiedenen Motiven aus der Kunst, Pop- und Filmszene, wie Marylin Monroe im goldenen Rahmen oder das letzte Abendmahl Motiv; hier mit grellen pinken, blauen, gelben Farben auf großer Wand.

FAFSWAG

Das ist eine Gruppe aus dem Land Aotearoa.
Das wird so aus-gesprochen: Ao tea roa.
Ein anderer Name für das Land ist: Neuseeland.

Die Gruppe FAFSWAG gibt es seit dem Jahr 2003.
Sie macht sich für verschiedene Menschen-Gruppen stark.
Zum Beispiel: Für die Indigenen von Aotearoa.

Das Gruppenfoto zeigt das Künstler:innenkollektiv FAFSWAG. Alle schauen freundlich, stehend in die Kamera. Eine Person hockt in der Mitte, sie hat als einzige Sonnenbrille auf und hat einen auffälligen grünen Plüschmantel, aus dem sein/ihr Oberschenkel heraus sichtbar ist. Die Frau daneben, in der Mitte stehend, hält einen Preis in der Hand und die andere um die hockende Person. Alle stehen in einem angenehm hellen Raum, im Hintergrund kleine Skulpturen und eine moderne Zeichnung.

Indigene sind Menschen-Gruppen:
Die schon sehr lange in ihrem Land leben.

Fondation Festival sur le Niger

Das wird so aus-gesprochen:
Fon da sion Fes ti wall sür le Nie schee
Diese Gruppe kommt aus Mali.
Das ist ein Land in Afrika.

Die Gruppe gibt es seit dem Jahr 2009.
Sie kümmert sich um ein bestimmtes Fest:
Das immer wieder in Mali gemacht wird.
Bei dem Fest werden viele Kunst-Werke gezeigt.

Prozession während der Feierlichkeiten zum Festival sur le Niger: Das Foto zeigt eine dunkelhäutige afrikanische Person mit auffälliger Cappy, braunen Dredlocks und vieler Ketten. Er hat eine Sonnenbrille auf und im Mund eine goldene Trillerpfeife, die mit einer Art selbstgebastelter Trompete in der Hand verbunden ist. Im Hintergrund blauer Himmel und viele andere Menschen auf dem Fest.

Gudskul

Diese Gruppe gibt es seit dem Jahr 2018 in dem Land: Indonesien.

In dieser Gruppe arbeiten
verschiedene Künstler und Künstlerinnen mit.
Sie können viele neue Sachen von-einander lernen.

Das sind zum Beispiel auch die Künstler und Künstlerinnen
von der Gruppe: ruangrupa.

Gudskul in Jakarta, Indonesien. Das Foto zeigt von oben das Gebäude mit einem blauen Logo auf dem Gudskul steht. Davor eine Straße mit vorbeifahrenden Rollern. Das Gebäude liegt in einem bebautem Stadtteil aber mit viel grünen Bäuemn, Palmen.Weit im Hintergrund die Wolkenkratzer von Jakarta.

INLAND

Das ist eine Gruppe aus dem Land: Spanien.
Es gibt die Gruppe seit dem Jahr 2009.

Dort arbeiten Menschen mit verschiedenen Berufen zusammen.
Zum Beispiel:

  • Bauern und Bäuerinnen,
  • Menschen, die sich um andere Menschen kümmern
  • und Künstler und Künstlerinnen.
Es ist dunkel, nur eine in der Mitte herunterhängende Glühbirne leuchtet. Drum herum sitzen Menschen und schauen in die Mitte, wo unter der Glühlampe ein runder großer Käse liegt. Dieser wird angeschnitten von der davor hockenden, männlichen Person. Unter den Menschen blickt auch ein Hund gespannt auf die Aktion.

INSTAR

Das lange Wort dafür ist: Instituto de Artivismo Hannah Arendt
Das wird so aus-gesprochen:
Ins ti tu to de Ar ti wiss mo Hannah Arendt.

INSTAR ist eine Gruppe aus dem Land: Kuba.
Es gibt sie seit dem Jahr 2015.

Die Gruppe macht sich zum Beispiel dafür stark:

  • Dass alle Menschen in Kuba
    viele verschiedene Bücher lesen können.
  • Und dass sie viele wichtige Sachen lernen können.
Das Foto zeigt Workshopteilnehmer:innen die alle amüsant lachend oder eine lustige Mine ziehend in die Kamera blicken. Einige gestikulieren wild herum als würden sie tanzen. Alle haben das gleiche T-Shirt an, schwarz mit weißer spanischer Aufschrift.

JaF

Das ist das lange Wort dafür ist: Jatiwangi art Factory
Das wird so aus-gesprochen: Scha ti wang i Art Fek to ri.

Die Gruppe JaF kommt aus dem Land: Indonesien.
Sie macht viele verschiedene Sachen.
Zum Beispiel:

  • Filme,
  • Musik
  • und Gesprächs-Veranstaltungen
Familie von JaF anlässlich der Eröffnung des Village Video Festival. Das Foto zeigt eine sehr große Gruppe an ca. 40 Menschen die alle lächelnd und gestikulierend, zum Beispiel das Peace-Zeichen, in die Kamera schauen. In der erten Reihe sitzen meist Kinder oder Jugendliche.

MAMA

Das lange Wort dafür ist: Más Arte Más Acción
Das wird so aus-gesprochen: Mas Ar te Mas Ak sion.
Die Gruppe MAMA ist aus dem Land: Kolumbien.

Sie denkt:
Die Menschen sollen über verschiedene Sachen
mehr nach-denken.
Dafür macht die Gruppe MAMA verschiedene Sachen.
Zum Beispiel:

  • Sie macht Pläne für Kunst-Ausstellungen.
  • Und sie gibt Geld an Künstler und Künstlerinnen:
    Damit sie besondere Kunst-Werke machen können
Das Foto zeigt grauen Rauch, in der Mitte etwas leicht orange Helles. Im ersten Moment erinnert es an einen Vulkanausbruch.

Eine Kunst-Ausstellung ist
eine besondere Veranstaltung.
Dort können die Menschen verschiedene Sachen machen.
Zum Beispiel:

  • Verschiedene Kunst-Werke anschauen,
  • mit anderen Menschen sprechen
  • und mit-machen.

OFF-Biennale Budapest

Das wird so aus-gesprochen: Off – Bi en na le Bu da pest.
Das ist eine Gruppe aus dem Land: Ungarn.

Es gibt sie seit dem Jahr 2015.
Alle 2 Jahre macht die Gruppe eine große Kunst-Ausstellung.
Und sie macht sich dafür stark:

  • Dass Künstler und Künstlerinnen
    selbst über ihre Kunst-Werke bestimmen können.
  • Und dass die Regierung
    nicht darüber bestimmen darf.
Das Foto zeigt eine auf einem Zebrastreifen vorbeiziehende Gruppe die friedlich demonstriert. Einige halten schwarz-weiß Porträt-Fotos von lächelden Menschen hoch. Eine Neuinszenierung von Endre Tóts Gladness Demos der 1970er Jahre von Kristóf Kovács in der Telep Gallery, als Teil von GAUDIOPOLIS 2017/OFF-Biennale Budapest

Jedes Land hat eine Regierung.
Das ist eine Gruppe von Menschen.
Sie sind die Chefinnen und Chefs von dem Land.

Project Art Works

Das wird so aus-gesprochen: Pro schekt Art Wörks.
Das ist eine Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern
aus dem Land: Groß-Britannien.

In dieser Gruppe arbeiten
sehr verschiedene Künstler und Künstlerinnen zusammen.
Das sind zum Beispiel auch Menschen mit Lern-Schwierigkeiten.
Die Gruppe will zum Beispiel zeigen:

  • Dass alle Menschen verschieden sind.
  • Und dass jeder Mensch
    spannende Kunst-Werke machen kann
In einem Aussstellungsraum stehen zwischen zwei wandgroßen farbenreichen Gemälden ein Mann mit rotem Sweatshirt und eine Frau mit einem Blumenmotiv-Pullover. Der Mann hält seine Hand sanft an der Wange der Frau, beide lächeln. Einzelausstellung im Rahmen der Kollaboration zwischen Project Art Works und Phoenix Art Space

The Question of Funding

Das wird so aus-gesprochen: Kwest schen of Fann ding.
Das ist eine Gruppe aus dem Land: Palästina.
Sie findet zum Beispiel viel darüber heraus:

  • Wie Gruppen von Künstlern und Künstlerinnen
    in einem Land viele Sachen mit-bestimmen können.
  • Und welche Hilfen diese Gruppen brauchen

 

Illustration zu Question of Funding zeigt auf blauem Hintergrund mit weißem Stift gemalte Punkte die wiederrum grüne Punkte umrunden. Diese sind miteinander mit Linien verbunden. Die gesamte Zeichnung enthält handschriftliche Notizen in englischer und arabischer Sprache.

Trampoline House

Das wird so aus-gesprochen: Tram po lin Haus.
Das war ein besonderes Haus in dem Land: Dänemark.
Im Jahr 2010 hat dort eine Gruppe von verschiedenen Menschen
mit ihrer Arbeit angefangen.

Das Haus in Dänemark gibt es nicht mehr.
Aber die Gruppe arbeitet trotzdem weiter.
Sie macht sich zum Beispiel
für die Rechte von geflüchteten Menschen stark.
Dafür macht die Gruppe zum Beispiel Kunst-Ausstellungen.

Modenschau im Trampoline House anlässlich des neunten Jahrestages des Bestehens 2019. Das Foto zeigt einen im Flur improvisierten Laufsteg auf dem eine fröhliche dunkelhäutige Frau ein weißes traditionelles Gewand trägt. Die Zuschauer:innen und Kinder klatschen oder Filmen mit ihren Smartphones.

Das sind Menschen:
Die nicht mehr in ihrem Land bleiben konnten.
Zum Beispiel:
Weil es dort Krieg gibt.

Die Menschen gehen dann in ein anderes Land:
Damit sie dort leben können.
Das heißt dann:
Die Menschen sind geflüchtet.

Wajukuu Art Project

Das wird so aus-gesprochen: Wa schu ku Art Pro schekt.
Das ist eine Gruppe aus der Stadt: Nairobi.
Diese Stadt ist in dem Land: Kenia.
Kenia ist ein Land in Afrika.

In der Stadt Nairobi gibt es viele junge Menschen:
Die nur sehr wenig Geld haben.
Die Gruppe hilft diesen jungen Menschen.
Zum Beispiel:

  • Sie zeigt den jungen Menschen,
    wie sie schöne Kunst-Werke machen können.
  • Und sie bringt den jungen Menschen
    viele wichtige Sachen bei,
    damit sie ihr Leben besser machen können.
Das Foto zeigt afrikanische Kinder um die 10 Jahre alt. Das Mädchen in der Mitte schaut in die Kamera, sie hat blond-rot gefärbte Rastazöpfe und hält ein Schild mit der Aufschrift

ZKU

Das lange Wort in schwerer Sprache für ZKU ist:
Zentrum für Kunst und Urbanistik.

Das ist ein besonderes Gebäude.
Es ist in der Stadt Berlin in Deutschland.
Dort arbeiten mehr als 500 Künstler und Künstlerinnen.

Sie machen sich mit ihren Kunst-Werken dafür stark:
Dass ganz verschiedene Menschen mehr zusammen-arbeiten.
Zum Beispiel:

  • Menschen aus verschiedenen Ländern,
  • Menschen mit wenig Geld
  • und Menschen aus verschiedenen Gruppen.